Tauchausflug zum Wrack der JURA am Bodensee

Eine kleine Gedankenspielerei
5: 30 Tagwache - uff ... draußen tolles schneetreiben (... wenns ums Schneemann bauen geht!)
- also Ketten montieren !
Da ich mit meinen Freund Christian eine Fahrgemeinschaft bilde, geht's Richtung Bodensee
So langsam gesellen sich immer mehr Tauchpartner in den Konvoi , doch erst nach dem Pfändertunnel / Bregenz treffen wir den Rest unserer Gruppe , somit sind wir nun 8 stramme TaucherInnen.

9:30 Ankunft in Meersburg ( uff. nach ca. 3 Stunden nervtötender Fahrt ...)

An der Anlegestelle ist unser Boot ist schon startbereit .
Ein Blick auf den Bodensee : Wetter etwas trübe, Wasser keine Wellen, kein Wind

Nun folgt eine richtige Erholung - *** Tauchsachen schleppen *** !

Das Boot , das nun die nächsten Stunden unser Zuhause sein wird, bietet genug Platz in der Kajüte und auf seinen 2 Decks. Damit uns während der Anfahrt von ca. 1 Stunde nicht fad wird, erhalten wir erst mal eine Kurzschilderung des Tauchplatzes :

* Runter an der Bojenleine auf ca. 38m
* Rum um den Dampfer
* Nicht Grundln (der Nachfolger hat ja schließlich auch für etwas Sicht bezahlt!)
* ... und wieder rauf an der Leine - that's it !

Na, klingt ja recht locker ! :)

Angekommen am vermeintlichen Tauchplatz beginnt dann erst das richtige Taucherchaos - nur nicht drängeln - jeder kann nicht der erste sein !
Ups.., die Boje ist leider etwas vom Schiff weg, also schnorcheln (hechel.... sollte doch wieder mal ins Hallentraining !)

Ein OK. mit Christian - und ab geht’s entlang der Leine – 5m OK. - 10m OK.- die Sicht wird jetzt zunehmend bescheidener ( ich glaube die Leine hört nach 2 Sichtmetern auf !?!?) – 20m.OK.- ein Blick nach oben, ein leicht mulmiges Gefühl befällt mich :( – es wird finsterer und bei 30m erspähe ich plötzlich die Aufbauten der Jura (hoffe daß es auch die Jura ist!)..

Ein Wahnsinnssupergefühl kommt auf.Wir sind mittschiffs steuerbordseitig gelandet und tauchen in Richtung Heck entlang der Reeling. Rechts ein Abgang zu den Laderäumen, links ein alter Schornsteinüberrest.
Jetzt haben wir das Heck erreicht, wenn wir die Lampen ausschalten ist das Szenario irgendwie noch beeindruckender Richtung Bug finden wir die fast intakte WC Anlage und die Ankerwinde, sowie die Messingbuchstaben des Schiffsnamens.

 

Im Bugbereich ist die zerstörte Schiffskonstruktion gut ersichtlich. Die Sicht wird in diesem Bereich deutlich schlechter, außerdem melden unsere Computer Dekopflicht an.

Langsam tauchen wir wieder am Bojenseil hinauf und reihen uns ins Gedrängel der bereits wartenden Taucher ein.

Die Reise in die Vergangenheit hat insgesamt 30 Minuten gedauert bei 5° Wassertemperatur und bei einer max. Tiefe von 39 m.

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen in der Kajüte herrscht dann Hochkonjunktur des Taucherlateins.
Haben die wirklich das alles gesehen ? Oder war da schon der (Tiefen)Rausch unterwegs.

Um das Nachzuprüfenwerden wir also wiederkommen müssen!